Umgebung von Koroni

Strände in der Umgebung

Rund um Koroni gibt es viele wunderschöne Strände, aber der Zaga-Strand direkt vor der Haustür ist einer der schönsten!

Entlang am Strand kann man einen Spaziergang zur Burg von Koroni machen, die heute ein Nonnenkloster beherbergt. Vorbei an Jannis-Taverne folgt man der Straße nach oben und geht über den Park der Kirche Panagia Eleistria, wo eine wertvolle Ikone der Gottesmutter in einer Höhle auf wunderbare Weise gefunden wurde, über steile Treppen in die Burg hinein. Das Kloster kann zu Beginn oder als Abschluss des Rundgangs besichtigt werden. An der Festungsmauer entlang kommt man zu einem der gewaltigen Befestigungstürme, der letzte, der ganz erhalten ist und in dessen Gewölbe man hinabsteigen kann. Wieder an der frischen Luft geht man an der Mauer entlang zu einem Aussichtspunkt. Von hier sieht man den Strand der "Eselsküste" (auf der Halbinsel wohnen zwei Esel und Ziegen!) und auf einem Trampelpfad kann man hinabsteigen und dort Baden. Am neu angelegten Weg, der als Sicherung der Burg vor der See erst 2017 fertig gestellt wurde, geht es entweder zurück nach Koroni oder den Trampelpfad wieder hinauf und zurück durch die Festung.

Wenn man den Strand nach Westen entlangläuft, kommt man zur Surfschule und dort ändert sich der Name in Memi-Beach, den man ganz weit entfernt auch mit dem Auto erreichen kann.  Hier gibt es an der Straße auch mehrere Tavernen und das Restaurant "to Limanaki".

Am Ende der Bucht liegt ein Privatgrundstück mit Palast: Hier residiert ein griechisch-russischer Milliardär, dessen Anwesen gut bewacht wird. Seine Luxusyacht Zaphira liegt oft in der Bucht.

Über die Straße erreicht man den nächsten Ort, Vassilitsi, von dem aus eine einfache Asphaltstraße zu Grundstücken, Häusern und Stränden an der Küste Richtung Südwesten bis zur Landspitze gegenüber der unbewohnten Insel Venetiko führt. Dort, wo der Asphalt aufhört und die Straße in die Berge führt, sollte man einen Geländewagen haben oder notfalls an ausgewaschenen Stellen umkehren - wir haben es mit unserem Auto fast bis zur Landspitze geschafft!

Von Koroni in Richtung Norden gibt es auch einige schöne Strände. Richtung Harakopio kurz vor der Shell-Tankstelle geht es nach Agios Andreas und ganz hinab zu einem Strand an der Steilküste, wo man anch versteinerten Muscheln in der Steilwand suchen kann.

Kurz hinter Harakopi führt der Weg rechts  zum kleinen Dorf Kombi und von dort hinab zum Peroulia-Strand mit Taverne.

Finikounda und Methoni

Auf der Hauptstraße Richtung Finikounda geht es kurz nach der Bergkuppe links ab zum Tsapi-Strand (Steine und Kies) mit Taverne. Im Tal liegt Finikounda, ein echter Touristenort mit Strandpromenade. Um Finikounda herum gibt es viele Strände, teilweise auch mit Tavernen. Insgesamt alles mehr touristisch, aber auf seine Weise auch schön.

Bei FINIDIVERS (www.finidivers.gr) in Finikounda kann man im Sommer ein Motorboot für bis zu 7 Personen mit 15 PS ausleihen und damit in der Bucht von Finikounda/Methoni herumfahren und die Inseln Sapieza, Shiza, St. Marina besuchen. Dort gibt es auch Schnorchel- und Tauchzubehör und man kann Tauchtouren buchen und tauchen lernen.

Wir haben bei Ben, dem Tauchlehrer aus Schottland, und seiner Freundin Vicky, 2021 den PADI Open Water Diver Tauchschein gemacht! Der Einstieg in eine neue Welt auf Augenhöhe mit Fischen und Meeresgetier.

 

Methoni ist die zweite wichtige venezianische Festung - zusammen mit Koroni die "Augen Venedigs" im östlichen Mittelmeer. Die Festung und den vorgelagerten Turm kann man besichtigen. Von Methoni aus fahren Boote zum Amos-Strand auf der Insel Sapienza mit schneeweißem Sand. Entlang der Inselküste Richtung Methoni liegen auf 10-12m Tiefe in nur wenigen Meter Entfernung zum Ufer, aber sichtbar von der Meeresoberfläche aus, Sarkophage aus dem Palast des Herodes aus Israel/Palästina und direkt an der Inselspitze eine versunkende Ladung ägyptischer Säulen auf dem Meeresgrund . Auf dem Weg aus dem Heiligen Land und Ägypten sind die Schiffe im Sturm hier gekentert und versunken.

Pylos - Voidokilia-Bucht

Entlang der Küste geht es weiter bis nach Pylos, einem kleinen Städtchen mit Hafen. Es liegt an der Navarino Bucht, die durch eine langgestreckte Insel vom Meer abgeschirmt ist und somit nur zwei schmale Zufahrten hat. Hier lag im Jahr 1827 ein Großteil der osmanischen Kriegsflotte vor Anker und wurde von einer Koalition von Franzosen, Engländern, Italienern und Russen trotz der zahlenmäßigen Übermacht vernichtend geschlagen - viele Schiffe liegen noch auf dem Grund der Bucht. Damit entschied sich der griechische Freiheitskampf. An verschiedenen Stellen der Bucht erinnern Mahnmale an die Schlacht und auch auf dem zentralen Platz in Pylos steht ein Denkmal. Aus den später von König Otto aus Bayern, der von den Siegermächten eingesetzt worden war, geborgenen Bronzekanonen wurden berühmte Standbilder gegossen, die noch heute in München stehen.

Auch in Pylos kann man ein Motorboot ausleihen und die Navarinobucht erkunden, aber es gibt dort nicht so schöne Buchten wie vor Finikounda.

Fährt man entlang der Bucht Richtung Nordwesten kann man rechts der Straße nach Kalamata folgen oder links weiter an der Bucht entlang fahren und passiert den Golfplatz, der Teil des Resorts "Costa Navarino" ist. Anfänger und Fortgeschrittene können sich hier ausprobieren (costanavarino.com/golf-resort).

Wenn man den Wegweiser zur Gialova-Lagune folgt, fährt man linksseitig an den Sandstränden der Navarina-Bucht entlang und rechts öffnet sich die Lagune, die Vogelschutzgebiet ist und wo Flamingos und viele andere Vögel beobachtet werden können. In dem dazwischenliegenden Dünen- und Marschgebiet lassen sich Landschildkröten beobachten und es soll hier die einzige europäische Chamäleon-Population geben. Trotz intensiver Suche haben wir aber noch nie eines zu Gesicht bekommen!

Auf die imposante Festung Alt-Navarino, die letzte von den Kreuzfahren auf dem Peloponnes erbaute Burg, kann man auf eigenes Risiko hinaufwandern. Das Auto kann man ganz am Ende der Straße, kurz vor dem Weg nach oben, stehen lassen. Der Weg führt langsam bergauf entlang der zerklüfteten Felsküste zum Meer, wo es mit Meerwasser gefüllte Badepools gibt (Vorsicht bei starkem Wellengang! Überspülungsgefahr!), und dann durch Machia und Wald  bis zur Burg. Diese ist offiziell nicht mehr geöffnet und wird nicht mehr beaufsichtigt. Auf der Mauer zum Meer oder durch die Burg hindurch führen Wege. Abseits davon können sich Löcher im Boden befinden von alten Zisternen oder Räumen - also Vorsicht! Am anderen, dem Nord-Ende der Burg gibt es einen Durchbruch in der Mauer, der auf einen Weg hinab zur Höhle des Nestor und zur einzigartigen Voidokilia-Bucht (Ochsenbauchbucht) führt, nach der New York Times einer der 10 schönsten Strände der Welt! Von oben kann man tolle Fotos machen. 

Der Weg bergab ist an etwas schwierigen Stellen gesichert. Auf halber Strecke öffnet sich eine große Höhle, in der - man riecht es - heute noch halbwilde Schafe und Ziegen Unterschlupf finden. Hier hat Nestor, König von Pylos und Freund des Odysseus, schon seine Ziegen untergestellt. Sein Palast befindet sich etwas im Landesinneren bei Hora (mit einer berühmten antiken Badewanne!). Von der Höhle führt der Weg weiter hinab bis zum Strand, den man aber auch mit dem Auto über den Ort Petrochori erreichen kann.

Poly Limni - Wasserfälle und Paradiesgarten

Leider kein Geheimtipp mehr und daher im Sommer besser unter der Woche zu besuchen, ist das Tal der Poly Limni (viele Quellen), bei Kazarma. Die Fahrt führt entlang der Küstenstraße von Koroni über Chrani und Petalidi bis zur Kreuzung in Rizomilos. Dort geht es rechts nach Messini, zum Flughafen, nach Kalamata und zur Autobahn nach Athen ab. Zu den Poly Limni fährt man nach links Richtung Pylos. Die Straße führt bergauf und nach ca. 8.5km biegt man im Ort Kazarma links ab und folgt den Schildern zu den Poli Limni. Die Straße ist staubig und führt zu einem Parkplatz mit kleinem Kiosk (nur im Sommer geöffnet). Keine Wertsachen und Gepäck im Auto lassen (Handschuhfach öffnen!). Ein Fußweg führt bergab ins Tal. Handtücher und Badesachen mitnehmen und Verpflegung und Getränke. Auf festes Schuhwerk/Trekkingsandalen achten, auch wenn viele Griechen mit Flipflops unterwegs sind! Wenn man das Wasser rauschen hört, geht man am besten zuerst den Bachlauf entlang aufwärts an paradisisch-grün schimmernden Pools, in denen man überall baden kann. Das Wasser, das auch hier sehr kalkhaltig ist, hat Kalkterrassen geschaffen und immer wieder Wasserfälle und Badegumpen. Ganz am Ende trifft man auf einen großen Pool, fast ein See, mit einem riesigen Wasserfall - das Wasser ist kalt, aber gerade im Sommer erfrischend! Vom Wasserfall kann man die Felswand auf einem kleinen Pfad emporsteigen und über etwas abenteuerliche Stiege und Wege zu weiteren Pools gelangen. Auf dem Rückweg kann man den Weg bergauf zum Parkplatz nehmen oder dem Bach noch etwas nach unten folgen und kommt zu einigen größeren Badepools. Im Wasser gibt es kleine Fischchen, handgroße Süßwasserkrabben, Frösche und Kröten. Auch kann man mit Glück eine Wasserschlange (ungiftig!) sehen und viele Libellen und Schmetterlinge.

Kalamata

"Kalamata entfaltet seinen Reiz erst auf den zweiten Blick!" - so schreibt es ein Reisführer und er hat recht. Es ist die zweitgrößte Stadt auf dem Peloponnes. In Rizomilos (s.o.) fährt man nach rechts und dann über Messini, vorbei am Flughafen nach Kalamata. Von Koroni kann man den Bus nehmen (Zeiten und Preise: www.ktelmessinias.gr) oder eben den Mietwagen. An der Straße bei Messini gibt es das nächstgelegene LIDL Geschäft.

Kalamata hat eine Innenstadt mit Geschäftsstraße und einer Altstadt. In der Altstadt, in der immer noch abbruchreife, zerstörte alte Gebäude vom schlimmen Erdbeben Anfang der 1980er Jahre zeugen, gibt es ein sehr schönes archäologische Museum, das sich lohnt, zu besichtigen.

Immer mittwochs und samstags ist Bauernmarkt an den Markthallen. Hier verkaufen Bauern, Metzger, Geflügelhändler und Fischhändler ihre Waren - es gibt leckere Oliven und alles Obst und Gemüse, Kräuter und viele Leckereien.

Am Meer gibt es einen Industriehafen und eine Marina für Segelboote - manche Kreuzfahrtschiffe machen hier fest, um eine Ausflug nach Olympia zu machen.

Alt Messenien

Vom heutigen Messini Richtung Norden fährt man auf den Berg Ithome mit abgeflachter Spitze zu. An dessen Hang liegt das Antike Messenien mit sehr beeindruckenden Ausgrabungen aus römischer Zeit. Ein Ausflug lohnt sich, aber im Sommer kann es schon sehr heiß werden. Eher etwas für den Spätsommer, Herbst oder das Frühjahr.

Taygetos-Gebirge und Sparta

Von Koroni aus kann man den mittleren Finger der Peloponnes sehen mit dem Taygetos-Gebirge und dem dritthöchsten Berg Griechenlands, dem Profiti Elias, mit einer Höhe von 2407m. Bis in den Mai hinein kann der Gipfel schneebedeckt sein. Von Weitem erscheint die Spitze wie eine von Menschen behauene Pyramide. Ab Juni bis Oktober lohnt sich der Aufstieg. Anfahrt ist über Kalamata, weiter Richtung Sparta/Mystras durch wunderschöne Schluchten und über die Berge. Mit dem Auto kann man bis auf 1000m zu einem ausgebauten Parkplatz oder sogar zur Berghütte an der Baumgrenze auf 1500m fahren. Von dort sind es noch gute 900 Höhenmeter zu wandern über Felsen, Bergwiesen, Steinplateaus und Schotterwege - abenteuerlich und nicht ungefährlich! Als Familie haben wir ohne jegliche Wandererfahrung in alpinen Gebieten 4 Stunden hoch und 3 Stunden runter gebraucht! (sportliche Mitwanderer waren in 1,5 Stunden oben und in einer wieder unten!) Es war sehr anstrengend, wild und ober einfach atemberaubend schön! Es gibt Trampelpfade, aber keine Wanderwege, die mit denen der Alpen vergleichbar sind. Wir haben dann an der Berghütte wild gezeltet. Im Sommer muss man viel Wasser mitnehmen, denn die Quelle an der Hütte ist dann versiegt und Wasser gibt es nur am Parkplatz auf 1000m.

Eine Zweitagestour mit Übernachtung in Mistras, wo man die byzantinischen Stadtreste bestaunen kann, bietet sich an. Eine Rundtour über die Mani kann sich anschließen. Vom antiken Sparta gibt es fast nichts zu sehen - die Spartaner haben eben sehr spartanisch gelebt und wenige Ruinen hinterlassen.

Innere und äußere Mani

Über Kalamata entlang der Küste kommt man auf die innere und später äußere Mani. Der erste Ort ist Kardamili, wo der englische Schriftsteller Patrick Leigh Fermor gelebt hat. Von hier aus kann man Wanderungen in die Vyros-Schlucht unternehmen oder sogar mehrerer Tage über das Gebirge nach Sparta wandern oder den Profiti Elias besteigen. Die Wanderwege sind markiert und Wanderkarten gibt es in Kardamili - aber die Markierungen sind nicht immer leicht zu finden! Kardamili war der antike Hafen von Sparta. Durch die Schlucht führt über weite Strecken noch der alte Steinweg vorbei an verlassenen Ruinen, immer wieder durch das steinige Flussbett, dass bei Regen schnell zu einem reisenden Bergbach wird aber durch eine beeindruckende Natur.

Weiter Richtung Süden folgt der Urlaubsort Stoupa und durch viele kleine Dörfern und vorbei an verborgenen Stränden an der Steilküste fährt man bis zu den Höhlen von Dimos. Diese kann eine begrenzte Anzahl von Besuchern täglich mit dem Boot durchfahren - man muss möglichst früh da sein, sonst gibt es keine Tickets mehr! Bei den Höhlen gibt es eine Passstraße über das Gebirge Richtung Sparta oder man fährt weiter nach Süden, wo die landschaft sich abrupt ändert in karge Schotter und Felswände mit wenigen Fischerdörfern an der Steilküste.

... und noch so viel mehr

Wandern kann man überall um Koroni herum in der Nähe und Ferne, und auch Fahrradtouren lohnen sich (Fahrrad- und E-Bike-Verleih an der Surfschule von Koroni). Weitere Tagesausflüge nach Olympia über Kalamata oder Pylos entlang der Westküste der Peloponnes oder über Kalamata und auf der Autobahn zum antiken Mykene, in die Hafenstadt Nafplion oder zum einzigartigen antiken Asklepios-Heiligtum von Epidaurus oder zum antiken Korinth sind möglich. 

Aber ist auch einfach großartig, sich am Strand und in Koroni einfach nur zu entspannen und die Ruhe an unserem Häuschen zu genießen!